Raspberry Pi – rpi-update rückgängig machen

Ich habe es jetzt schon mehrfach gehabt, dass nach einem rpi-update (Aktualisierung der Raspberry Pi Kernel-Module auf die neuste Version) verschiedene Dinge nicht mehr funktionieren. Als Beispiel funktionierte die Touch-Funktion des Raspberry Pi 7″ Touchscreen Display nicht mehr. In einem anderen Fall traten nach unbestimmten Zeiträumen Verbindungsabbrüche des WLANs auf.

Beide Probleme konnte ich mittels Installation der stabilen Kernel-Module wieder beheben.

Um wieder auf eine stabile Version zurück zu gehen, installiert man einfach die Module aus dem stabilen Zweig mittels apt.

sudo apt update
sudo apt install --reinstall raspberrypi-bootloader raspberrypi-kernel

Quelle: https://www.raspberrypi.org/documentation/linux/kernel/updating.md

Raspberry Pi – LibreELEC / OpenELEC – 7″ Touchdisplay

Das Problem ist, dass in meinem Raspberry Pi Gehäuse für das offizielle 7 Zoll Display,
dieses um 180° gedreht ist.
Unter Rasbian muss in der Datei /boot/config.txt der Parameter lcd_rotate=2 eingefügt werden.

Bei LibreELEC liegt diese Datei an anderer Stelle:

Via SSH:
Benutzer: root
Passwort: libeelec

Das in die config.txt muss lcd_rotate=2 eingefügt werden.
Die Datei liegt unter /flash/config.txt – leider ist die Partition /flash mit "Nur Lesen" eingehängt.

mount -o remount,rw /flash

nano /flash/config.txt

lcd_rotate=2

mount -o remount,ro /flash

reboot

Raspberry PI – Raspbian Jessie Headless über WLAN installieren

Nachdem das Abbild von Raspbian Jessie auf eine SD-Karte gebannt ist, werden auf der "boot"-Partition folgende beide Dateien erzeugt:

ssh

wpa_supplicant.conf

Die Datei "ssh" kann leer sein (einfach eine leere Datei mit einem Texteditor abspeichern). Dadurch wird der Login mittels SSH ermöglicht.

Die Datei "wpa_supplicant.conf" enthält die zu verwendene WiFi-Konfiguration:

country=DE
ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1
network={
    ssid="<Netzwerkname>"
    psk="<Netzwerkschlüssel>"
}

Diese Datei wird beim ersten Start an die richtige Stelle kopiert "/etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf" und sorgt für den richtigen Login in das Heimnetzwerk. Dieses Verhalten wird auch hier beschrieben.

Nach dem ersten Start sollte sich jetzt der Raspberry in das WLAN eingeloggt haben und über SSH zu erreichen sein. Am einfachsten kann die aktuelle IP am WLAN-Router festgestellt werden (z.B. Fritzbox -> Heimnetz -> Alle Geräte -> raspberrypi).

Jetzt per SSH einloggen

Benutzer: pi
Passwort: raspberry

und erstmal mittels

sudo apt update && sudo apt full-upgrade
sudo rpi-update
sudo raspi-config

alles aktualisieren und die Grundkonfiguration starten.

  1. Expand Filesystem
  2. Localisation Options
    -Change Locale -> de_DE.UTF-8
    als default auch de_DE.UTF-8
    -Change Timezone -> Europe -> Berlin
    -Change Keyboard funktioniert erst wenn eine Tastatur an den Raspberry angeschlossen wird
    – Change Wi-fi Country -> DE
  3. Interfacing Options
    -VNC -> Yes
  4. Advanced Options
    -Hostname -> <neuer Hostname>
    -Resolution -> für VNC z.B. DMT Mode 85

Nach Beendigung der Konfiguration ist ein Neustart fällig.

Ubuntu 16.04 – SSH zugriff mittels ROOT erlauben

Der ROOT-Benutzer muss mit einem Passwort versehen sein, damit er aktiv ist.

Die Datei /etc/ssh/sshd_config muss bearbeitet werden (z.B. mit nano):

Die Zeile;
PermitRootLogin prohibit-password

in folgende Zeile abändern:
PermitRootLogin yes

Mittels

sudo systemctl restart sshd

den Dienst neu starten.

Ubuntu – Partition über 2 TB erstellen (GPT)

Für Partitionen über 2 Terabyte und gleicher Blockgröße (512) benötigt man das GUID partition table format (GPT), dieses kann entsprechende Mengen an Blöcken verwalten. Dieses funktioniert allerdings nicht mit dem Werkzeug „fdisk“ sondern mit „parted“ in der Kommandozeile. Das gleiche kann auch „gparted“ mit grafischer Benutzeroberfläche – die aber ja nicht immer zur Verfügung steht).

Um sich die ganze Situation mal anzusehen sollte folgender Befehl helfen:

sudo lshw -C disk

hier sieht man auch den „logical name“ der Festplatte der dann für „parted“ benötigt wird.

Dann geht es weiter „parted“ aufzurufen mit der richtig Festplatte zur Bearbeitung. Hier im Beispiel nehme ich „/dev/sdb“.

sudo parted /dev/sdb

ruft „parted“ im interaktiven Modus auf. Kommados für „parted“ können auf der Befehltszeile eingegeben werden, zu erkennen am vorangestelltem (parted). Auf die nakte Festplatte muss als erstes ein Partition-Table geschrieben werden im Format GPT.

mklabel gpt

hilft hier weiter… Mit dem Befehl „print“ unter „parted“ kann der aktuelle Status der Festplatte angeschaut werden. Jetzt sollte hier etwas in der Art wie „Partitionstabelle: gpt“ stehen.

Jetzt wird noch eine Partition benötigt. Das bewerkstelligt der Befehl „mkpart“, da ich nur eine Partition möchte wähle ich den Namen „storage“, mit einem „ext4“-Dateisystem und der komplette Platz soll verwendet werden (1MiB 100%, damit fängt die Partition bei 1 Megabyte an und belegt dann 100% ab dem physikalischem Anfang der Festplatte, dann stimmt auch auch die Ausrichtung (align) in den meisten Fällen, „parted“ warnt bei falscher Ausrichtung – wichtig für SSD-Festplatten).

mkpart storage ext4 1MiB 100%

Mit den Befehl:

align-check optimal 1

kann das auch noch mal Kontrolliert werden (die 1 ist die Partitionsnummer, kann mit „print“ ermittelt werden).

Um nun auch Daten speichern zu können fehlt noch das Dateisystem, das kann auch im „parted“ bewerkstelligen, wobei es eine Warnung gibt, dass das entsprechende Dienstprogramm des Datesystems das viel besser kann. Also „parted“ beenden mit:

quit

Und mit „mkfs.ext4“ ein Dienstprogramm des Paketes „e2fsprogs“ die Partition mit EXT4 formatieren, vorher mit „fdisk“ den Partitionsnamen herausfinden (in diesem Beispiel „/dev/sdb1“):

sudo fdisk -l

sudo mkfs.ext4 /dev/sdb1

fertig… mit „parted“ im Commandline-Modus kann noch mal geschaut werden, ob alles nach Wunsch ist.

sudo parted -l